Dekubitus vorbeugen: Matratzen, Lagerung und Hilfsmittel

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Dekubitus vorbeugen: Matratzen, Lagerung und Hilfsmittel
Anti-Dekubitus

Dekubitus vorbeugen: Matratzen, Lagerung und Hilfsmittel

Die wirksamste Dekubitusprophylaxe ist die konsequente Druckentlastung: regelmäßige Positionswechsel, geeignete Anti-Dekubitus-Matratzen und -Sitzkissen sowie Lagerungshilfen. Ziel ist, anhaltenden Druck auf gefährdete Körperstellen wie Steiß, Fersen und Gesäß zu vermeiden, bevor eine Hautschädigung entsteht.

Was ist ein Dekubitus?

Ein Dekubitus (Druckgeschwür, Wundliegegeschwür) ist eine lokale Schädigung von Haut und Gewebe durch anhaltenden Druck, der die Durchblutung stört. Er wird in vier Grade eingeteilt: Grad 1 (nicht wegdrückbare Rötung), Grad 2 (oberflächlicher Hautdefekt), Grad 3 (tiefe Wunde) und Grad 4 (vollständiger Gewebeverlust). Das erste Warnzeichen ist eine Rötung, die auf Fingerdruck nicht verblasst.

Die drei Säulen der Vorbeugung

  • Regelmäßige Lagerung – planmäßige Positionswechsel entlasten gefährdete Stellen; Lagerungskissen, -rollen und -keile unterstützen dabei.
  • Druckentlastende Matratze – Weichschaum- oder Wechseldruckmatratzen verteilen den Druck oder fördern aktiv die Durchblutung.
  • Sitzkissen für den Rollstuhl – Anti-Dekubitus-Sitzkissen entlasten beim längeren Sitzen und beugen Druckstellen am Gesäß vor.

Weitere Maßnahmen im Pflegealltag

Ergänzend helfen Hautbeobachtung und -pflege, ausreichend Flüssigkeit und Ernährung, das Vermeiden von Feuchtigkeit (Hautschutz) sowie das frühzeitige Erkennen von Rötungen. Wichtig: Auf eine bereits gerötete Stelle darf kein weiterer Druck ausgeübt werden.

Passende Hilfsmittel finden

Welche Kombination aus Matratze, Kissen und Lagerungshilfen sinnvoll ist, ermittelt examiniertes Fachpersonal anhand eines Erhebungsbogens. Bei ärztlicher Verordnung übernehmen die Kassen die Kosten in der Regel. Einen Überblick finden Sie unter Anti-Dekubitus-Systeme.

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