Das erste Anzeichen ist eine nicht wegdrückbare Rötung bei intakter Haut. Wenn die Hautstelle trotz weggenehmem Druck rot bleibt, ist dies ein deutlicher Hinweis auf eine beginnende Schädigung und erfordert sofortige Druckentlastung durch Lagerungswechsel /Positionierung.
Das wird mittels einer Anamnese mit einem Erhebungsbogen durch die PF4 individuell ermittelt.
Die Auswahl des geeigneten Hilfsmittels erfolgt durch examiniertes Fachpersonal (Gesundheits- und Krankenpfleger/innen) des Sanitätshauses.
Weichschaummatratzen eignen sich zur Prophylaxe und Therapie bis Grad 4 und sind besonders vorteilhaft für Schmerzpatienten, demente Patienten oder Personen mit neurologischen Erkrankungen (z.B. Parkinson, MS), da sie geräuschlos arbeiten und keine Aggregatverstellung erfordern.
Die Behandlung beginnt immer mit einer konsequenten Druckentlastung der betroffenen Stelle, z. B. durch spezielle Anti-Dekubitus-Sitzkissen oder eine geeignete Matratze und individuelle Lagerung / Positionierung. Hinzu kommt eine fachgerechte, an das Stadium und Wundphase angepasste Wundversorgung.
Ein Dekubitus Grad 2 (oberflächliches Druckgeschwür) kann unter optimalen Bedingungen (konsequente Druckentlastung und fachgerechte Wundversorgung) heilen. Die Heilungsdauer ist jedoch individuell und hängt von einigen Faktoren ab.
Das Wichtigste ist, weiteren Druck auf die betroffene Stelle zu vermeiden. Zudem sollte die Wunde fachgerecht versorgt und keine ungeeigneten Mittel oder Hausmittel angewendet werden, die die Heilung verzögern oder Infektionen hervorrufen können.
Die Weichschaummatratze passt sich der Körperform an und polstert die gefährdeten Stellen, wie z. B. Steiß und Fersen, weich aus (druckentlastend). Die Wechseldruckmatratze arbeitet mit im Intervall wechselnd aufgepumpten Luftkammern, um eine dynamische Druckentlastung und damit eine aktive Durchblutungsförderung zu erreichen.
Ja, sowohl Anti-Dekubitus-Matratzen (wie Weichschaum- oder Wechseldruckmatratzen) als auch Dekubituskissen sind Hilfsmittel. Bei ärztlicher Verordnung und medizinischer Notwendigkeit zur Prophylaxe oder Therapie werden die Kosten in der Regel von der Krankenkasse oder Pflegekasse übernommen.
Ein Dekubitus ist eine lokale Schädigung der Haut und des darunterliegenden Gewebes, meist durch anhaltenden Druck verursacht. Die Schädigung wird in 4 Kategorien/Grade eingeteilt. Kategorie/Grad 1: nicht wegdrückbare Rötung Kategorie/Grad 2: Oberflächlicher Hautdefekt Kategorie/Grad 3: tiefe Wunde, Verlust der Haut Kategorie/Grad 4: vollständiger Gewebeverlust

