Rollstuhl kaufen oder beantragen: Was ist sinnvoll?

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Rollstuhl kaufen oder beantragen: Was ist sinnvoll?
Reha-Technik

Rollstuhl kaufen oder beantragen: Was ist sinnvoll?

Bei dauerhaftem, medizinisch begründetem Bedarf ist der Weg über die Krankenkasse fast immer sinnvoller als der Privatkauf: Bei ärztlicher Verordnung wird der Rollstuhl als Hilfsmittel gestellt, meist leihweise, und Sie zahlen nur die gesetzliche Zuzahlung. Ein Privatkauf lohnt vor allem bei rein zeitweisem Bedarf oder besonderen Sonderwünschen jenseits der Regelversorgung.

Der Weg über die Krankenkasse

Bei ärztlicher Verordnung übernimmt die Kranken- oder Pflegekasse die Kosten, wenn der Rollstuhl Grundbedürfnisse sichert, die Pflege erleichtert oder ein selbstständigeres Leben ermöglicht. Die wichtigsten Vorteile:

  • Geringe Eigenkosten – in der Regel nur die gesetzliche Zuzahlung (10 %, mindestens 5, höchstens 10 €).
  • Leihweise Versorgung – Wartung und Reparatur übernimmt das Sanitätshaus.
  • Individuelle Anpassung – ein Reha-Berater erstellt vor Ort ein Versorgungsbild.

Welcher Rollstuhl passt?

  • Standardrollstuhl – für die Basisversorgung und den zeitweisen Einsatz.
  • Aktiv-/Adaptivrollstuhl – leicht und individuell einstellbar für dauerhaft aktive Nutzer.
  • Elektro-Rollstuhl – bei eingeschränkter Arm- und Handkraft, für innen und außen.
  • Pflege-/Multifunktionsrollstuhl – mit Liegeposition und Aufstehhilfe für schwer pflegebedürftige Menschen.

Wann ist ein Kauf sinnvoll?

Ein Privatkauf kann sich lohnen, wenn Sie nur kurzzeitig einen Rollstuhl brauchen (etwa nach einer OP) und keine Verordnung möchten, oder wenn Sie ein Modell mit Ausstattung jenseits der Kassenregelversorgung wünschen. Bei dauerhaftem Bedarf ist die Verordnung fast immer die wirtschaftlichere Wahl. Einen Überblick über die Modelle finden Sie unter Reha-Technik.

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