Anti-Dekubitus-Systeme

Anti-Dekubitus-Systeme2026-02-16T16:01:53+01:00

Druckstellen vermeiden

Hilfsmittel gegen Dekubitus

Wir bieten Ihnen eine optimale häusliche Versorgung mit Anti-Dekubitus-Systemen zur Prophylaxe sowie als begleitende Therapie und zur Positionierung. Die für Sie geeigneten Hilfsmittel werden von unserem examinierten Fachpersonal anhand eines Erhebungsbogens ermittelt. Somit wird auf Ihre individuellen Bedürfnisse eingegangen und die Versorgung entsprechend angepasst.

Ihr Vorteil

Die langjährige praktische Erfahrung unserer examinierten Gesundheits- und Krankenpfleger/innen und der Pflegefachkräfte innerhalb der stationären und mobilen Kranken-/ Altenpflege, welche Ihnen für eine professionelle Beratung in der Anti-Dekubitus-Versorgung sowie in pflegerischen Belangen zur Seite stehen.

Dekubitus – Was ist das?

Ein Dekubitus ist eine lokale Schädigung der Haut und des darunterliegenden Gewebes aufgrund von längerer Druckbelastung, die Störung der Durchblutung führt. Weitere Bezeichnungen sind Dekubitalgeschwür, Druckgeschwür oder Wundliegegeschwür.

Je nach Stärke der Hautschädigung teilt man Dekubitalulcera in 4 Kategorien/Grade ein:

  • Kategorie/Grad 1: Nicht wegdrückbare Rötung bei intakter Haut
  • Kategorie/Grad 2: Oberflächliches Druckgeschwür bei Teilverlust der Haut (oberflächiger Hautdefekt, gefüllte Blase)
  • Kategorie/Grad 3: Verlust der Haut (tiefe Wunde OHNE Beteiligung von Knochen, Muskeln oder Sehnen, Belag kann vorliegen – jedoch nicht in der Tiefe)
  • Kategorie/Grad 4: Vollständiger Haut- oder Gewebsverlust (totaler Gewebsverlust mit freiliegenden Knochen, Sehnen oder Muskeln, Belag, Schorf oder Nekrosen können vorliegen)

Anti-Dekubitus-Hilfsmittel

Aufbau und Eigenschaften:

  • Weichschaummatratze bestehen oft aus unterschiedlichen medizinischen Kaltschaumelementen. Diese passen sich der Körperform gut an und polstern Dekubitus gefährdete Stellen weich aus
  • sind in verschiedenen Größen (auch Sonderbau) und für sämtliche Gewichtsklassen ab 20 kg Körpergewicht erhältlich
  • besitzen einen Inkontinenz-Bezug und sind leicht zu reinigen
  • können mit einem „normalen“ Spannbetttuch bezogen werden
  • bedürfen keiner Wartung, da kein Aggregat verwendet wird
  • eine Positionierung/Lagerung ist ohne das Umstellen eines Aggregats möglich

Geeignet für den Einsatz:

  • zur Dekubitus-Prophylaxe und zur begleitenden Therapie bis Grad 4
  • für Schmerzpatienten
  • für demente Patienten
  • nach einem Schlaganfall mit Halbseitenlähmung
  • bei allen neurologischen Erkrankungen, z.B. Parkinson, MS, Epilepsie, usw.
  • bei Erkrankungen des Bewegungsapparates und instabilen Frakturen
  • bei Lungenerkrankungen

Aufbau und Eigenschaften:

  • bestehen aus luftgefüllten Kammern, meist aus Nylon
  • Einstellungen: Intervall-Luftdruckwechsel (jede 2. Kammer wird im Wechsel Auf- und Abgeblasen) oder Statik-Funktion (starre Funktion)
  • Das Aggregat muss dauerhaft an den Strom angeschlossen sein um die Luftzufuhr und den Luftdruckwechsel zu garantieren – optischer und akustischer Alarm bei Druckverlust ist vorhanden
  • besitzen unterschiedliche Höhen und eine unterschiedliche Anzahl an Kammern (Hersteller- und Dekubitus-Grad-Abhängig)
  • sind immer mit einem CPR versehen (entlüftet die Matratze im Notfall innerhalb von Sekunden)
  • sind in der Größe 90×200 cm erhältlich
  • können ab einem Körpergewicht von 30 kg bis 130 kg (vereinzelt auch bis 300 kg) eingesetzt werden
  • sind oberflächlich abwischbar

Aufbau und Eigenschaften:

  • bestehen meistens aus medizinischen Schaumstoffelementen
  • Visco Foam: die obere Schicht besteht aus thermoelastischem Schaumstoff, oft in Kombination mit medizinischem Schaumstoff
  • Luftkissen sind in der Regel aus Neopren
  • sind, je nach Hersteller, von 20 kg bis 200 kg Patientengewicht einsetzbar
  • Sondergrößen sind möglich
  • sind, je nach Hersteller, zur Prophylaxe und Therapie begleitend bis Dekubitus-Grad 4 einsetzbar
  • können leichte Seitenneigung des Oberkörpers ausgleichen
  • sind für alle Patienten und Diagnosen geeignet
  • sind mit einem abwischbaren oder waschbaren Inkontinenzbezug versehen
  • sind individuell einsetzbar (Rollstuhl, Stuhl, Sessel)

Die wichtigste Grundlage der Dekubitusprophylaxe und Therapieunterstützung ist die Positionierung/Lagerung des Patienten. Je nach Positionierungs-/Lagerungsbedürfnis können unterschiedliche Hilfsmittel einzeln oder in Kombination verwendet werden, z.B.:

  • Kissen in unterschiedlichen Größen und Ausführungen
  • Lagerungsrollen, Halbrollen
  • Lagerungskeile

Häufig gestellte Fragen zu Anti-Dekubitus-Hilfsmitteln

Was sind die ersten Anzeichen für einen Dekubitus (Grad 1)?2026-02-16T14:57:13+01:00

Das erste Anzeichen ist eine nicht wegdrückbare Rötung bei intakter Haut. Wenn die Hautstelle trotz weggenehmem Druck rot bleibt, ist dies ein deutlicher Hinweis auf eine beginnende Schädigung und erfordert sofortige Druckentlastung durch Lagerungswechsel /Positionierung.

Welches Dekubitus Kissen ist das beste für den Rollstuhl?2026-02-16T14:56:39+01:00

Das wird mittels einer Anamnese mit einem Erhebungsbogen durch die PF4 individuell ermittelt.

Wer ermittelt, welches Anti-Dekubitus-System für mich geeignet ist?2026-02-16T14:56:13+01:00

Die Auswahl des geeigneten Hilfsmittels erfolgt durch examiniertes Fachpersonal (Gesundheits- und Krankenpfleger/innen) des Sanitätshauses.

Für welche Patienten ist eine Weichschaummatratze gut geeignet?2026-02-16T14:55:45+01:00

Weichschaummatratzen eignen sich zur Prophylaxe und Therapie bis Grad 4 und sind besonders vorteilhaft für Schmerzpatienten, demente Patienten oder Personen mit neurologischen Erkrankungen (z.B. Parkinson, MS), da sie geräuschlos arbeiten und keine Aggregatverstellung erfordern.

Wie kann man einen Dekubitus am Gesäß oder am Po behandeln?2026-02-16T14:55:18+01:00

Die Behandlung beginnt immer mit einer konsequenten Druckentlastung der betroffenen Stelle, z. B. durch spezielle Anti-Dekubitus-Sitzkissen oder eine geeignete Matratze und individuelle Lagerung / Positionierung. Hinzu kommt eine fachgerechte, an das Stadium und Wundphase angepasste Wundversorgung.

Kann ein Dekubitus im Stadium 2 von selbst heilen und wie lange dauert das?2026-02-16T14:54:51+01:00

Ein Dekubitus Grad 2 (oberflächliches Druckgeschwür) kann unter optimalen Bedingungen (konsequente Druckentlastung und fachgerechte Wundversorgung) heilen. Die Heilungsdauer ist jedoch individuell und hängt von einigen Faktoren ab.

Was darf man bei Dekubitus nicht machen, um die Heilung zu fördern?2026-02-16T14:53:50+01:00

Das Wichtigste ist, weiteren Druck auf die betroffene Stelle zu vermeiden. Zudem sollte die Wunde fachgerecht versorgt und keine ungeeigneten Mittel oder Hausmittel angewendet werden, die die Heilung verzögern oder Infektionen hervorrufen können.

Was ist der Unterschied zwischen einer Weichschaum- und einer Wechseldruckmatratze?2026-02-16T14:53:05+01:00

Die Weichschaummatratze passt sich der Körperform an und polstert die gefährdeten Stellen, wie z. B. Steiß und Fersen, weich aus (druckentlastend). Die Wechseldruckmatratze arbeitet mit im Intervall wechselnd aufgepumpten Luftkammern, um eine dynamische Druckentlastung und damit eine aktive Durchblutungsförderung zu erreichen.

Wird eine Dekubitus-Matratze von der Krankenkasse bezahlt?2026-02-16T14:52:36+01:00

Ja, sowohl Anti-Dekubitus-Matratzen (wie Weichschaum- oder Wechseldruckmatratzen) als auch Dekubituskissen sind Hilfsmittel. Bei ärztlicher Verordnung und medizinischer Notwendigkeit zur Prophylaxe oder Therapie werden die Kosten in der Regel von der Krankenkasse oder Pflegekasse übernommen.

Was genau ist ein Dekubitus und welche Grade gibt es?2026-02-16T14:48:55+01:00

Ein Dekubitus ist eine lokale Schädigung der Haut und des darunterliegenden Gewebes, meist durch anhaltenden Druck verursacht. Die Schädigung wird in 4 Kategorien/Grade eingeteilt.
Kategorie/Grad 1: nicht wegdrückbare Rötung
Kategorie/Grad 2: Oberflächlicher Hautdefekt
Kategorie/Grad 3: tiefe Wunde, Verlust der Haut
Kategorie/Grad 4: vollständiger Gewebeverlust

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